Indira vom Schürberger Hof

Border Collie

geb. 14.08.2004

 

Indira wurde im Spätsommer 2004 auf einem großen Bauerngehöft im Südschwarzwald geboren. In dieser Zuchtstätte hatte ich 1997 schon ihre Tante Cama (geb. 01.05.1997) meinen ersten Border Collie, gekauft. Indira kam aus dem letzten Wurf dieses Züchters, der danach seine Zucht aufgab. Es war Zufall, dass, gerade als ich einen weiteren Border Collie suchte, noch eine einzige Hündin des Wurfes nicht vergeben war.  Meine Hündin Cheyenne war damals schon neun Jahre alt und Cama war ein Jahr zuvor viel zu früh gestorben und nicht mehr am Leben, meine Schaf- und Ziegenherde wuchs und ich brauchte "Verstärkung", zumal Cheyenne die Arbeit alleine kaum noch schaffte.

 

Indira war arbeitstechnisch sehr frühreif und sehr talentiert, und als Cheyenne eineinhalb Jahre später an Krebs  starb, war sie mir nicht nur Trost, sondern auch mein bester Arbeitshund. Bis ich 2014 meine Schafe und  Ziegen verkaufte, arbeitete sie mehrmals täglich an der Herde. Indira war arbeitstechnisch gesehen ein Hund "vom alten Schlag" - sie arbeitete "auf ihren Füßen stehend" und mit sehr wenig "Auge". Dabei war sie sehr selbstständig und wusste  intuitiv, was zu tun war. Eine besondere Hilfe war sie bei Mutterschafen mit kleinen Lämmern, da sie diese nicht beunruhigte und sehr vorsichtig mit ihnen umging.

 

Im täglichen Umgang war Indira immer ein sehr sozialer, freundlicher, zurückhaltender Hund, der nie Streit provozierte und jedem Händel aus dem Weg ging.

 

Wir beide haben gute und schlechte Zeiten zusammen erlebt und nie hat sie mich im Stich gelassen.Nur mit ihr war es möglich, eine sehr gute und bekannte Herdbuchzucht aufzubauen. Ohne sie wäre auch die Landschaftspflege mit den Ziegen auf den Trockenhängen, die später dadurch von der EU und der Sielmannstiftung als besonders schützenswertes Kulturgut eingestuft wurde, nicht möglich gewesen. Sie hat den Brand meines Häuschens miterlebt und die tragische Zeit, als die Blauzungenkrankheit ganze Herden vernichtete und auch vor meinem Bestand nicht Halt machte.

 

Inzwischen machen  ihr  leider einige Altersgebrechen zu schaffen. Sie sieht fast nichts mehr und hört nicht mehr sehr gut. Aufgrund des Alters haben sich leichte Herzrhytmusstörungen und Arthrosen in einigen Gelenken eingestellt. Dieser Hund, der in jungen Jahren das Wort "langsam" nicht kannte, verschläft nun die meiste Zeit des Tages. Durch ihre zunehmende Altersdemenz hat sie inzwischen leider verstärkt Orientierungsprobleme. Dies äußert sich beispielsweise darin, dass sie vor der Haustüre steht und hinaus will, aber nicht bemerkt, dass die Türe offen ist. Draußen angekommen, hat sie dann vergessen, was sie hier eigentlich wollte....oder sie steht an einer Wandecke  und ist nicht mehr in der Lage, selbstständig rückwärts zu gehen oder sich umzudrehen. Dann kläfft sie heiser aus Hilflosigkeit, bis ich komme,, sie "umdrehe" und so aus ihrer misslichen Lage befreie.  Vermehrt lebt sie in ihrer eigenen Welt. Manchmal scheint sie wie ein kleiner Welpe, hilflos und völlig bedürftig, dann wieder kommt etwas von ihrem "früheren Ich" zu Vorschein, aus einer Zeit, als sie eine souveräne, selbstständige und selbstsichere Hündin war.

 

Genaueres habe ich hier beschrieben:

https://cms.e.jimdo.com/app/s7535a0dd13c833dd/p87c556aed85f88d6?cmsEdit=1

 

 

 

 

Black Fay vom Schwarzwald Paradies

Border Collie

geb. 23.06.2007

 

Fay ist die Zweitälteste und Indira's Nichte. Sie stammt von einer Züchterin aus dem Schwarzwald, die kurz danach die Zucht aufgab. Als Cheyenne gestorben und Indira fast drei Jahre alt war, befand sich meine Schafzucht zahlenmäßig auf ihrem Höhepunkt. Es war zu viel Arbeit für meine Hunde, und Fay sollte, wenn sie ausgebildet war, etwas Entlastung für die anderen bringen. Fay erwies sich als talentierte Schafsarbeiterin. Sie war nicht so frühreif und brauchte wesentlich länger, bevor sie eine wirkliche Hilfe war, doch war sie, einmal ausgebildet, eine unentbehrliche Helferin an der Herde bei der täglichen Arbeit. Auch sie arbeitete bis 2014 noch täglich an der Herde. Anders als Indira hatte Fay sehr viel "Stil" und arbeitete mit "viel Auge". War Indira ein sehr weicher Hund, war sie eher "die Frau für's Grobe".

 

Als einer meiner damaligen Hörnerböcke - ja, manche Schafböcke können gefährlich werden - einen Angriff auf mich startete und vorhatte, mich ungespitzt in den Boden zu rammen, verteidigte mich Fay voller Entschlossenheit. Für den Bock beendete diese Attacke natürlich seinen Einsatz als Zuchtbock , aber auch Fay und ich gingen aus diesem überraschenden Angriff nicht ohne Blessuren hervor: meine kleine heldenhafte Hündin hatte bei der Abwehr des Bockes einige Schneidezähne eingebüßt. Zwei weitere Zähne, die gesplittert waren, mussten vom Tierarzt beim anschließend stattgefundenen Besuch entfernt werden.

 

Im täglichen Umgang war Fay immer ein sehr umgänglicher  Hund. Auch sie beginnt nie eine Auseinandersetzung, doch anders als Indira lässt sie sich auch von niemandem "die Butter vom Brot nehmen".

 

Nachdem die Schafe verkauft waren, schien Fay ein wenig depressiv zu werden. Sah sie irgendwo anders Schafe oder auch Kühe auf der Weide,  wollte sie sofort anfangen zu arbeiten und schaute jedesmal ungläubig, wenn ich ihr sagte, dass das nicht unsere wären und das leider nicht ging. Nach und nach jedoch begeisterte sie sich für die Dummyarbeit und fand so wieder zu ihrer alten Fröhlichkeit zurück.

 

Für Fay gilt nach wie vor der Spruch: reich an Jahren, doch kein bischen leise. Auch wenn die weißen Haare auch vor ihr nicht Halt machen, sieht man Fay ihr tatsächliches Alter (noch) nicht an. Lebhaft wie eh und je straft sie dem Gerücht vom " im Alter ruhiger werdenden Hund " Lügen. Noch immer"erstarrt" sie bei jedem Weidetier, dass sie zu Gesicht bekommt und noch immer ist ein Spaziergang unter zwei Stunden in ihren Augen gerade gut genug, um"warm zu werden".

 

 

 

 

Bella

Border Collie

geb. 30.08.2011

 

Bella kommt aus der Slowakei aus einem Betrieb mit Schafen, Schweinen und Rindern. Sie wurde von mir als Arbeitshund angelernt, fing aber bei der geringsten Belastung nach kurzer Zeit an, die Beine seitwärts zu drehen. Lief sie weiter, begann sie zu hinken. Mehrere genauere Untersuchungen ergaben, dass sie seit  ihrer Geburt zu lange Bizepssehnen hat und deshalb als Hütehund oder auch für die meisten  Hundesportarten ungeeignet ist.

 

Sie lässt sich sehr leicht ablenken und ist ein Hund, der schnell gestresst  ist, deshalb habe ich auch den Versuch, mit ihr Mantrailing zu machen, nicht weiter verfolgt. Allerdings liebt sie Wasser und das Apportieren über alles, hat keine Scheu davor, mit dem Kopf unter Wasser zu tauchen und hat mich schon damit überrascht, dass sie lebende Forellen aus dem Fluss gefangen und apportiert hat. Deshalb habe ich auch mit ihr die Dummyarbeit weiter ausgebaut, was sie sehr gerne macht.

 

Bella ist ein vorsichtiger, misstrauischer aber sozialer Hund. Auch sie verträgt sich sowohl mit Rüden, als auch mit Hündinnen. Fremde Menschen sind ihr zwar suspekt, werden auch kritisch beäugt, aber ansonsten ignoriert.

 

 

 

 

Liz

Australian Shepherd

geb. 21.08.2013

 

Liz kommt aus der Norddeutschland. Nachdem ihre Großtante Dotwyn gestorben war, machte ich mich auf die Suche nach einem Welpen aus dieser Linie. Dies gestaltete sich schwierig, da nur drei Schwestern Dotwyn`s - Nell, Tess und Maggie - in der Zucht gewesen waren, doch schon zu alt waren, um noch einen Wurf zu bekommen. Eine Tochter Maggies, Kate, hatte jedoch gerade einen Wurf gehabt, aus dem noch zwei Hündinnen zu vergeben waren.  Liz war eine kleine coole Socke, und ich hoffte, sie würde mir bei den Ziegen eine große Hilfe werden - so zog sie bei mir ein.

 

Als Welpe und Junghund war Liz zwar lebhafter, als Dotty je gewesen war, doch lernte sie sehr leicht und gerne. In die Pubertät gekommen war es dann vorbei mit dem "einfachen Hund". Sie wurde launisch, explosiv, unaufmerksam und ein Kontrolletti, wie er im Buche steht. Dazu entwickelte sie sich zur diebischen Elster, vor der kein Sandwich und kein Kuchen sicher war. Eines Tages überwand sie den 180 cm hohen Zaun im Hof aus dem Stand, verschwand zur gegenüberliegenden Rinderweide und brachte mir die völlig verdatterten Rinder. Meinen konsternierten Gesichtsausdruck kann sich jeder vorstellen.....

 

Durch Liz musste ich nicht nur meine bisherige Mehrhundehaltung komplett überdenken, sondern durch sie kam ich mit Themen wie "Hyperaktivität bei Hunden" oder verschiedenen Krankheitsbildern bei Aussies in Berührung. Durch Kontakte zu vielen Besitzern von Wurfgeschwistern und Vollgeschwistern erfuhr ich, dass sehr viele Hunde aus dieser Verpaarung nicht nur sehr schwierige Hunde sind, sondern dass es auch eine Häufung verschiedener Krankheiten gibt, die mit Verhaltensauffälligkeiten einher gehen. Dies alles scheint nach meinem bisherigen Wissensstand hauptsächlich die roten Hunde zu betreffen und sich erst im erwachsenen Alter bemerkbar zu machen. Glücklicherweise sind sowohl die Züchterin als auch die meisten Besitzer sehr offen, was diese Thematik betrifft. Momentan sind wir gerade dabei, eine Datensammlung anzulegen, um diese dann auszuwerten, mit der Hoffnung, "unseren" und anderen Hunden damit möglicherweise helfen zu können.

 

 

 

Meg

Border Collie

geb. 19.03.2011

 

 Meg wohnt nicht bei mir,  sondern hat ein eigenes Frauchen ganz für sich alleine - allerdings bin ich rechtlich gesehen weiterhin die Eigentümerin. Ihr jetziges Frauchen ist Co-Ownerin und Besitzerin.

 

Die Abgabe war nie geplant, doch war zu ihrem Besten, da sie in der Gegenwart von Liz zunehmend Stress hatte. Als sehr weicher, sensibler Hund, der viel Ruhe benötigt und sehr stressempfindlich ist, wurde das Zusammenleben mit Liz für sie immer ungemütlicher. Zwar hätte ich die Möglichkeit, sie zu trennen, hatte das auch versucht, aber das erschien mir den Hunden gegenüber, die sich normalerweise im Haus frei bewegen können und überall Zugang haben, als unfair. Hunde sollten als Familienmitglieder angesehen und behandelt werden und dazu gehört es,  dass man sie nicht  dauerhaft ausschließt.

 

Deshalb hatte ich mich dazu entschlossen, ein passendes, neues Zuhause für Meg zu suchen. Nach sehr langer, intensiver Suche fand ich schließlich ein passendes neues Heim mit passender neuen Besitzerin.

 

Meg war lange Zeit eine "gesundheitliche Baustelle". Mit etwa zwei Jahren hatte sie erste Anfälle, die von verschiedenen Tierärzten als Epilepsie diagnostiziert wurden. Was folgte war eine lange Odyssee an Tierarztbesuchen, Laboranalysen, Diagnosen und Therapien. Auch ihr Verhalten und ihre optische Erscheinung änderte sich. Sie wurde sehr ängstlich, scheu, schreckhaft, vertrug plötzlich die meisten Futtermittel nicht mehr, bekam dünnes Fell, das nicht mehr glänzte, wurde dünn, phasenweise sogar sehr mager, hatte oft dünnen Stuhlgang und wollte teilweise sogar nicht mehr mit zu den Gassigängen, egal, ob alleine oder in der Gruppe.

 

In meinen dreißig Jahren Hundehaltung hatte ich so etwas noch nie erlebt und suchte Hilfe. Bezüglich ihrer optischen Erscheinung brachten die Diagnosen einer Tierärztin - Schilddrüsenunterfunktion mit Symptomen wie Brachykadie usw sowie Toxoplasmose  -  mit entsprechender Behandlung den Durchbruch. Dazu fand ich auch endlich nach monatelangen Tests ein getreidefreies Hundefutter, dass sie nicht nur mochte, sondern auch sehr gut vertrug. 

 

Vor meiner Abgabe hatte sie sich nicht nur stabilisiert, sondern war optisch gesehen, wie ich sie mir während dieser "Durststrecke" immer erhofft hatte - schlank, aber mit weichem, glänzenden Fell und optimalem Gewicht. :-)

 

Auch ihre durch die Krankheit bedingte psychische Instabilität konnte verbessert werden. Begleitend zu den ganzen Untersuchungen begann ich mit ihr nach drei Einzelstunden, an einer Angsthundegruppe teilzunehmen. Später wechselten wie in eine Gruppe, die Mantrailing hauptsächlich mit Angsthunden durchführte. Die Teilnahme an diesen Gruppen stärkten ihre Selbstsicherheit und lasteten sie aus, ohne sie zu überlasten.

 

Als die Trainerin dann allerdings ihr Training umstellte und Geruchsunterscheidung anbot, das in einer umgebauten Garage stattfand, verließen wir die Gruppe. Anders als früher war jetzt ein gewissen Druck und eine Erwartungshaltung spürbar. Die Trainerin war inzwischen Mitglied einer Rettungshundestaffel und das Arbeiten dort ist ein anderes als beim "therapeutischen Mantrailing". Beim zweiten Termin "Garagentraining" wollte Meg schon nicht mehr aus dem Auto steigen und kreiselte im Auto aus Stress, als sie die Garage sah. Während der letzten Stunde hatte  die Trainerin sie - bevor ich eingreifen konnte - von oben im Geschirr gepackt, um sie vom Arbeitstisch zu schieben, weil sie nicht schnell genug vom Tisch mit den Geruchsproben sprang.  Bei einem Angsthund ist das ein Unding!  Das hatte Meg nicht vergessen, denn anders als früher bei den Einzelstunden einer anderen Trainerin oder beim  Trailen im Park hatte sie jetzt Angst, aus dem Auto zu steigen - und musste es natürlich auch nicht. Wir fuhren wieder zurück, ohne teilzunehmen.

 

Über die Jahrzehnte habe ich verschiedene Erfahrungen - schöne und weniger schöne, dennoch erwähnenswerte- in verschiedenen Hundevereinen und Hundegruppen sammeln können. Einige Anekdoten dazu folgen in einem gesonderten Artikel.

 

Heute ist Meg  ein etwas schüchterner,  aber fast normaler Hund. Sie genießt es, ihr Frauchen nicht teilen zu müssen und ist auch ohne Hundesport glücklich und ausgelastet.

 

 

 

 

 

 

Gauri

Border Collie

geb. 20.08.2013

 

 Gauri wohnt ebenfalls nicht mehr bei mir, da es zwischen ihr und Bella immer wieder zu Streitereien kam.  Allerdings bin ich rechtlich gesehen auch bei ihr weiterhin die Eigentümerin. Ihr jetziges Frauchen ist Co-Ownerin und Besitzerin.

 

Gauri ist ein sehr temperamentvoller Hund, der einerseits sehr viel Beschäftigung braucht,  andererseits aber auch ihre Ruhepausen. Sie akzeptiert zwar fremde Hunde, hat aber ihren Menschen gerne für sich alleine.

 

Vor der Abgabe hat sie mit mir eine Welpen- und danach eine Junghundegruppe besucht. Heute macht sie mit ihrer Besitzerin Waldläufe, begleitet sie auf Geländetouren mit dem Mountainbike und wird mit  ZOS(Zielobjektsuche) geistig ausgelastet.

 

 

 

 

 

 

Hinweis: Bitte die mit * gekennzeichneten Felder ausfüllen.

Besucher Heute Besucher Gestern Besucher Gesamt Besucher Online
Besucher Heute Besucher Gestern Besucher Gesamt Besucher Online